STRESS

Stress?


Gehören Sie zu den Menschen,

- die an sich selbst sehr hohe Erwartungen stellen und unbedingt alles erreichen müssen, was sie sich einmal vorgenommen haben?

- die eigene Fehler nur schwer zugeben können?

- die erwarten, dass andere die gleichen Einstellungen, Wertmaßstäbe usw. haben wie sie selber?

- die Pessimisten sind und zu einer negativen Weltsicht neigen?

- die nie gelernt haben (bzw. denen es schwerfällt oder unangenehm ist) auch einmal „NEIN“ zu sagen?

- die sich selbst immer neue Aufgaben aufbürden oder sich Aufgaben widerspruchslos von anderen zuteilen lassen?

- die meinen, möglichst alle Menschen, mit denen sie tun haben, müssten sie lieben oder zumindest anerkennen?

- die Schwierigkeiten oder Problemen am liebsten aus dem Weg gehen und damit riskieren, dass diese allmählich immer größer werden?

- die meinen, sie müssten sich immer und unter allen Umständen um alles selbst kümmern?

- die sich nicht (oder kaum) vorstellen können, dass andere Menschen eine bestimmte Sache ganz anders erleben und bewerten als sie selber?

- die nicht glauben, dass man sich auch als Erwachsener noch verändern kann („ich bin nun mal so“)?

- die nicht gelernt haben, auf die Warnsignale ihres eigenen Körpers zu achten bzw. diese ignorieren?

- die sich bisher nur selten einmal Gedanken über die Grenzen ihrer eigenen Kräfte gemacht haben?


Überlegen Sie einmal, welche der Punkte dieser Aufzählung auf Sie zutreffen könnten. Wichtig: Seien Sie ehrlich zu sich selbst!


Hinter diesen genannten Punkten „verstecken“ sich (Stress-)Situationen, die durch die entsprechende Haltung entstehen können oder verschlimmert werden.

Ein erster Schritt zum besseren Umgang mit Stress ist das Nachdenken (über das eigene Verhalten), dann kommt das Umdenken - und dann (hoffentlich) auch die Veränderung des Verhaltens.

Probieren Sie es doch einfach mal aus! Viel Erfolg dabei!




Stress bei Kindern

STRESS bei Kindern - ein paar Zahlen (Tendenz: leider steigend):

72% der 7 - 11 jährigen und 81% der 12 - 16 jährigen berichten vom Erleben eigener Stress-Situationen

konkrete Strategien zur Stressbewältigung kennen die meisten Kinder nicht. 25% meinen sogar, dass gegen Stress garnichts getan werden kann

ein Großteil der „stressgeplagten“ Kinder hat ein- bis mehrmals pro Woche Kopfschmerzen, Schlafprobleme, Bauchschmerzen und Erschöpfungszustände



STRESS bei Kindern tritt überwiegend im schul- und leistungsbezogenen Kontext auf.

Am häufigsten sind hierbei die Unterschiede zwischen gestellter Anforderung und der momentanen Bewältigungsmöglichkeiten.

Immer mehr Auswirkungen hat jedoch auch der Stress im sozialen Bereich („Freizeit-Stress“).


TIPPS FÜR ELTERN

Sie helfen Ihrem Kind, wenn Sie

akzeptierend und einfühlsam sind

realistische Ziele und Erwartungen setzen

aktives Lernen sowie Problemlösungen lehren und zeigen

Lern- und Schulleistungen verstärken (auch Teilschritte!)

motivieren und unterstützen (Vermeidung von “Mega-Stressern”)

selbst Entspannung und Stressbewältigung erlernen (Vorbild!)



Helfen Sie, Schutzfaktoren für Ihr Kind zu bilden!

Dies erreichen Sie durch

Steigerung der Stressbewältigungskompetenz Ihres Kindes (z.B. durch Teilnahme an entsprechenden Kursen)

Förderung des Selbstwertgefühls Ihres Kindes (z.B. durch Liebe, Anerkennung, Zugehörigkeit, Struktur, Rituale, Verantwortung, Vorbild sein)

Förderung des sozialen Netzwerkes (Familie, Freunde etc.)

Förderung von Ruhepausen, Entspannung und Freiräumen

regelmäßige Gesundheitsförderung (z.B. Bewegung / Sport ohne Leistungsdruck und zu hohen Zielvorgaben)



Kinder können sehr gut lernen, mit Stress umzugehen. Ein Punkt hierbei sind die sogenannten “Stress-Killer”, also das, was einem helfen kann, um Stress zu reduzieren. Nachfolgend eine kleine Übersicht:



BEISPIELE FÜR STRESS - KILLER

Wenn man eine schwierige Aufgabe lösen muss, dann gibt es viele, die sich selbst Angst machen oder sich einreden, sie schaffen es nicht. Dann geht es meistens auch schlechter, wenn man so denkt. Nicht sagen oder denken sollte man: Das kann ich nicht. Das schaffe ich nicht. Das ist zu schwer. Das verstehe ich nicht. Das kapiere ich sowieso nicht. (Dies sind die sogenannten “Mega-Stresser”).

Günstige (gute) Stress-Killer

- Alles halb so schlimm (Bagatellisierung)

- Ich denke an etwas anderes (Ablenkung)

- Erst einmal einen Plan machen (Situationskontrolle)

- Ich muss mich erst in den Griff kriegen (Reaktionskontrolle)

- Ich entspanne mich erst mal (Entspannung)

- Ich mache mir Mut (positive Selbstinstruktion)

- Ich bitte jemanden um Hilfe (Suche nach Unterstützung)

- Schwierige Aufgaben sind eine Herausforderung (Umdeutung)

- Nach einer Pause geht alles besser (Erholung)

Ungünstige (nicht so gute) Stress-Killer

- Ich gehe dem Stress lieber aus dem Weg (Vermeidung)

- Nichts wie weg (Flucht)

- Ich igel mich ein (soziale Abkapselung)

- Ich grübel ständig über das Problem (gedankliche Weiterbeschäftigung)

- Ich schaffe das nie (Resignation)

- Ich gehe erst mal in die Luft (Aggression)


Hinweis: Diese Liste kann keinen Kurs ersetzen, denn es geht nicht nur um das Wissen, sondern vor allem auch darum, wie man das ganze umsetzt. Falls Sie mehr zu Kursgestaltung bzw. -inhalten wissen möchten, dann melden Sie sich doch bei mir!




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